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    Nachricht vom 01.03.11 | intec

    intec-Preis 2011 geht an Niles-Simmons, Mikromat, Metrom und Schiess

    Bereits zum elften Mal wurden gestern in Leipzig anlässlich der Industriemesse intec die 'Oscars' für den Maschinenbau und die Fertigungsbranche vergeben. Aus der Rekordbeteiligung von 37 Bewerbungen aus ganz Deutschland wählte eine Expertenjury die Gewinner aus. Den 2011 neu aufgelegten intec-Exzellenz-Preis erhielt die Niles-Simmons Industrieanlagen GmbH. In der Kategorie 'Unternehmen über 100 Mitarbeiter' gewann die Mikromat GmbH. Die Metrom GmbH wurde in der Größe 'bis 100 Mitarbeiter' geehrt. Jan Deutschmann von der Schiess GmbH erhielt den Nachwuchspreis.

    Der intec-Preis würdigt innovative Lösungen und herausragende Entwicklungen in der Fertigungstechnik, dem Werkzeugmaschinen- und dem Sondermaschinenbau. Jurymitglied Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, bewertete mit weiteren Experten die Einreichungen und überreichte die Preise: „37 Unternehmen aus ganz Deutschland haben sich 2011 für den renommierten intec-Preis beworben. Noch nie zuvor fiel der Jury die Entscheidung so schwer, denn die Qualität aller Bewerbungen ist ausgesprochen hoch“, so Professor Neugebauer.

    Der Wettbewerb um den intec-Preis ist offen für alle Aussteller der Fachmesse. Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe, ergänzt: „Die große Zahl der hochkarätigen Bewerbungen zeigt die Dimension und die Qualität unserer Industriemesse intec. Mit insgesamt 1.345 Ausstellern haben wir 2011 einen neuen Ausstellerrekord bei unserem Messe-Duo intec und Z erreicht. Alle wichtigen Unternehmen der Maschinenbau- und der Fertigungsindustrie aus den bedeutenden Maschinenbauzentren Deutschlands präsentieren in Leipzig innovative Technik.“

    Niles-Simmons erhält ersten intec-Exzellenz-Preis

    Die Expertenjury vergab 2011 den neu eingeführten intec-Exzellenz-Preis an die Niles-Simmons Industrieanlagen GmbH. Der Preis ehrt zukünftig herausragende Ergebnisse in Produktentwicklung, Innovationskraft, Kontinuität der Marktbearbeitung und weitere außerordentliche Leistungen. „Dieser Preis ist besonders wertvoll, da man sich nicht bewerben kann. Der Preisträger muss vorgeschlagen werden“, erklärte Jurymitglied Prof. Neugebauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts IWU.

    Die Niles-Simmons Industrieanlagen GmbH überzeugte durch ihre intensive Marktbearbeitung, ihre innovativen Produktentwicklungen und die globalen Marketingaktivitäten nach der Neugründung 1992 durch Prof. Dr. Hans J. Naumann. Heute ist sie ein weltweit führender Hersteller von hochpräzisen Werkzeugmaschinen und Stammaussteller der intec. Wichtig für die Jury war ebenfalls die beständige Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen. Die in diesem Jahr auf der intec präsentierte, neu entwickelte Drehmaschinen-Baureihe N20 vereint zudem die Anforderungen an nachhaltige und effiziente Produktionsprozesse – wichtige Kriterien des intec-Preises. Je nach Maschinenauslegung wurden Energieeinsparungen von bis zu 25 Prozent gegenüber einer vergleichbar ausgestatteten Maschine der Vorgängerbaureihe erzielt. Bereits drei Monate nach Markteinführung konnten die Absatzzahlen der Baureihe im Vergleich zum Vorjahr daher nahezu verdreifacht werden.

    Mikromat GmbH gewinnt in der Kategorie „über 100 Mitarbeiter“

    Der mit 5.000 Euro dotierte, durch die Sachsen Bank Leipzig gesponserte intec-Preis für Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern ging 2011 an das Dresdner Unternehmen Mikromat. Es stellt auf der intec die Präzisionsportal-Bohr-Fräsmaschine 40V vor. Dies ist eine Portal-Maschine mit bis zu vier Meter Arbeitsbreite und Tischen mit bis zu acht Meter Länge. Diese Technologie eröffnet neue Dimensionen für die Präzisionsbearbeitung großer Teile. Hauptargument für die Vergabe des intec-Preises an Mikromat war die hohe Maß-, Form- und Lagegenauigkeit durch das Zerspanen an großen Werkstücken in einem Maße, wie es bei der Großteilbearbeitung maschinell bisher nicht zu erreichen war.

    Zweitplatzierter dieser Kategorie ist die Sommer-automatic GmbH aus Baden-Württemberg. Den dritten Platz belegt die Schiess GmbH aus Aschersleben in Sachsen-Anhalt. Mikromat setzte sich gegen 13 weitere Bewerber durch, darunter Unternehmen aus den Maschinenbauzentren Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen sowie Sachsen-Anhalt und Thüringen.

    Übersicht der Platzierten:

    1. Platz: Mikromat GmbH, Dresden/Sachsen

    2. Platz: Sommer-automatic GmbH, Ettlingen/Baden-Württemberg

    3. Platz: Schiess GmbH, Aschersleben/Sachsen-Anhalt

    Metrom erhält intec-Preis in der Kategorie „bis 100 Mitarbeiter“

    Ein weiterer intec-Preis ging an die Metrom GmbH aus Hartmannsdorf in Sachsen. Sie wurde für ihre innovative 5-Achs-Werkzeugmaschine für die Bearbeitung sehr großer Teile ausgezeichnet. Das neue Maschinenkonzept ist eine in sich steife und relativ zum Werkstück kleine, mobile 5-Achs-Bearbeitungseinheit in Verbindung mit einer oder mehreren zusätzlichen Achsen. Neuartig ist die Idee, die Position der Bearbeitungseinheit durch ein abgestimmtes System von wenigen Messungen und wenigen Einstellelementen bestimmen zu können. An der jeweiligen Endposition wird die Maschine mit dem Werkstück magnetisch und mechanisch verspannt. Das große und schwere Werkstück selbst wird auf diese Weise Teil der Bearbeitungsmaschine. Es ist sozusagen ein Teil des Maschinengestells.

    Den zweiten Platz erreichte die Focus electronics GmbH aus Leipzig. Drittplatzierter wurde die Eckert Cutting Technology GmbH mit Sitz in Zwickau/Sachsen und Legnica/Polen. In dieser Kategorie bewarben sich 20 Unternehmen aus ganz Deutschland. Drei Viertel der Bewerbungen stellten Neuentwicklungen in den Fokus. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird erneut von einem Konsortium aus Kompetenzzentrum Maschinenbau Chemnitz KMC, RKW Sachsen, Stadt Leipzig und der Leipziger Messe getragen.

    Übersicht der Platzierten:

    1. Platz: Metrom GmbH, Hartmannsdorf/Sachsen

    2. Platz: Focus electronics GmbH, Leipzig/Sachsen

    3. Platz: Eckert Cutting Technology GmbH, Zwickau/Sachsen

    Nachwuchspreis geht an Jan Deutschmann von Schiess

    Der mit 1.500 Euro dotierte Nachwuchspreis ging 2011 nach Sachsen-Anhalt an Jan Deutschmann. Er wurde in der betriebseigenen Lehrwerkstatt der Schiess GmbH zum Zerspanungsmechaniker ausgebildet und ist heute Dual-Student an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Für die Schiess GmbH erstellte er einen bis dato nicht vorhandenen Maschinenkatalog für den Bereich Arbeitsvorbereitung und Fertigung und entwickelte einen Ersatzteilkatalog für den Service. In Eigeninitiative errichtete er ein separates Servicelager und optimierte das Angebotslayout. So können Kollegen mit weniger EDV-Kenntnissen ein einheitliches Angebot erstellen, da lediglich Textbausteine mit Hilfe eines Software-Programms eingefügt werden. Dieser intec-Preis wird vom Messe-Management Kaiser gesponsert.

    Der Preis: zirka 2,5 Kilogramm Kristall

    Der zirka 2,5 Kilogramm schwere intec-Preis besteht aus optisch hochreinem Glas und bildet das Wahrzeichen der Leipziger Messe, den Messeturm mit dem bekannten Doppel-M, ab.

    Weitere Jurybegründungen

    2. Platz in der in der Kategorie „über 100 Mitarbeiter“: Sommer-automatic GmbH

    Das Unternehmen Sommer-automatic GmbH aus Ettlingen, Baden-Württemberg, wird für die Entwicklung eines innovativen und energieeffizienten, elektrischen Parallelgreifers mit dem 2. Platz ausgezeichnet. Der innovative Impulsgreifer arbeitet mit kurzen Stromimpulsen und wird nur während der Backenbewegung für etwa 20 Millisekunden bestromt. Im offenen oder geschlossenen Zustand ist er stromlos und somit ideal für Automatisierungsaufgaben, bei denen es sowohl auf kurze Zykluszeiten als auch einen geringen Energieverbrauch ankommt. Anders als bei pneumatischen Systemen benötigt der Impulsgreifer keine aufwendige Pneumatik-Infrastruktur im Hintergrund und ist mit einer integrierten Steuerung ausgestattet, die einen echten PlugundPlay-Einsatz ermöglicht.

    3. Platz in der in der Kategorie „über 100 Mitarbeiter“: Schiess GmbH

    Die Schiess GmbH aus Aschersleben wurde für die Entwicklung eines innovativen Verzahnungskopfes zur Integration in Bohr-, Dreh- und Fräs-Bearbeitungszentren ausgezeichnet. Mit dem Verzahnungskopf ist es möglich, an Großwerkzeugmaschinen Werkstücke mit bis zu 16 Metern Durchmesser im Innen- sowie Außenbereich des Zahnkranzes komplett zu bearbeiten. Beispielhaft für den Einsatz in diesen Größendimensionen sind Werkstücke im Bereich von Windkraftanlagen oder Zahnräder in großen Getrieben im Schiffsmotorenbau. Die Jury erkennt insbesondere an, dass in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IFF in Magdeburg die Verbindung einer virtuellen Maschine mit einer Realsteuerung hergestellt wurde. Erst durch dieses Zusammenspiel wird eine echte simultane Entwicklung der Maschinenkonstruktion, der Steuerungssoftware und der Fertigungstechnologie möglich. Das erarbeitete Lösungskonzept wurde bereits als Gebrauchsmuster beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen.

    2. Platz in der in der Kategorie „bis 100 Mitarbeiter“: Focus electronics GmbH, Leipzig/Sachsen

    Dem Unternehmen ist es gelungen, ein Mikro-Elektronenstrahlschweißgerät zum hocheffizienten Fügen für die Feinmechanik und Mikrosystemtechnik herzustellen. Gemeinsam mit der Hessischen Firma Focus wurde in langjähriger Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Elektronenoptik ein Elektronenstrahlschweißgerät entwickelt, das aufgrund seiner geringen Abmaße, seiner Leistungs- und nicht zuletzt seiner ökonomischen Parameter unter anderem für den Bereich der Einzel- bis Kleinserienfertigung in Spezialgerätebau, Medizintechnik, Herstellung von mechanischen Präzisionsuhren, Kryo-Technik oder der Jagdwaffenfertigung geeignet ist. Ein Gerät der hierfür geforderten Größenklassen war bisher am Weltmarkt in dieser Form nicht verfügbar. Nicht nur der geringe Platzbedarf – das Gerät ist nicht größer als ein Computer-Arbeitsplatz – sondern auch der hohe Wirkungsgrad der Anlage ist hervorzuheben. Sie lässt sich problemlos mit 230 Volt und 16 Ampere betreiben und ist trotzdem in der Lage, eine Strahlleistung von bis zu zwei Kilowatt zu liefern. Somit ist eine Einschweißtiefe zum Beispiel in Edelstahl von über zehn Millimetern möglich. Gleichzeitig ist das Gerät in der Lage, hervorragende Ergebnisse mit sehr geringen Strahlleistungen unter 500 Watt durch hocheffizientes Fügen, Bohren oder Strukturieren kleiner und kleinster Bauteile zu erzielen. Neben der technischen Entwicklungsleistung und der Erweiterung des Elektronstrahlschweißens auf kleinste Bauteile wurde die Jury besonders durch die Handhabbarkeit der Technologie und den Einsparungen an Platz- und Medienbedarf, die dieses Gerät mit sich bringt, überzeugt

    3. Platz in der in der Kategorie „bis 100 Mitarbeiter“: Eckert Cutting Technology GmbH, Zwickau/Sachsen

    Mittels der innovativen „WaterJET Combo“ High Speed Wasserstrahlanlage gelang der Eckert Cutting Technology GmbH die Verbindung von zwei Schneidtechnologien in einer Anlage. Die Wasserstrahltechnologie ist in der Lage Schnittparameter zu erreichen, die charakteristisch für die Mikromechanik-Verarbeitung sind. Die High Definition Plasmaschneidtechnologie garantiert geringe Kosten und erzeugt gleichzeitig hochwertige Schnittkanten am Bauteil. Die ECKERT WaterJET COMBO nutzt die Vorteile der Plasma- und Wasserstrahltechnologie und bearbeitet einzelne Werkstücke mit Plasma und Wasser in nur einer Verarbeitungsphase. Während feine Innenkonturen mit der hochpräzisen Wasserstrahltechnologie geschnitten werden, können beispielsweise Außenkonturen – welche zumeist ohnehin weiterbearbeitet werden – mit der vielfach schnelleren Plasmatechnologie geschnitten werden. Im Vergleich zu einer reinen Wasserstrahl-Schneidmaschine ist die Schnittgeschwindigkeit abhängig von Art und Dicke des zu schneidenden Materials somit bis zu zehnmal höher. Beim Schneiden einer Beispielkontur aus rostfreiem Stahl mit einer Dicke von 15 mm liegt der Preis pro laufendem Meter bei nur 35 Prozent gegenüber der Lasertechnologie und sogar bei nur 20 Prozent gegenüber der Wasserstahltechnologie.


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecher
    Frau Maren Lesche
    Telefon: +49 341 678 65 14
    Fax: +49 341 678 65 02
    E-Mail: m.lesche@leipziger-messe.de


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