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    Nachricht vom 23.02.09 | intec

    intec-Preis zum zehnten Mal vergeben

    Die Gewinner des intec-Preises 2009 stehen fest! Zum zehnten Mal wählte eine fachkundige Jury bestehend aus renommierten Industrie- und Wissenschaftsvertretern die zukunftsweisenden Leistungen der diesjährigen Maschinenbaumesse intec. Geehrt werden Neu- oder Weiterentwicklungen der Produktionstechnik, die sowohl aufgrund ihres Innovations- als auch ihres Marktpotenzials neue Maßstäbe setzen. Insgesamt 31 Bewerbungen in drei Kategorien gingen in diesem Jahr bei der Leipziger Messe ein. Die feierliche Übergabe des intec-Preises erfolgt im Rahmen der Messeeröffnung am Abend des 23. Februar. Zu sehen sind die Preisträger dann auf der intec, der zwölften Fachmesse für Fertigungstechnik, Werkzeug- und Sondermaschinen, die vom 24. bis 27. Februar 2009 gemeinsam mit der Zuliefermesse Z in Leipzig stattfindet.

    In der Kategorie Unternehmen bis 50 Mitarbeiter ist der Preis mit 5.000 Euro dotiert. Sponsoren sind neben dem Kompetenzzentrum Maschinenbau Chemnitz (KMC) und dem RKW Sachsen auch die Stadt Leipzig sowie die Leipziger Messe. Ebenfalls mit 5.000 Euro dotiert ist der Preis in der Kategorie Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern, der in diesem Jahr von der Sachsen Bank gestiftet wird. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr werden in der Kategorie Nachwuchs erneut die fortschrittlichsten Berufseinsteiger geehrt. Das Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro stellt Elke Kaiser, Messe-Management Kaiser, zur Verfügung.

    Tüftler aus Sachsen und Sachsen-Anhalt haben die Nase vorn

    Preisträger in der Kategorie Unternehmen bis 50 Mitarbeiter ist zum zweiten Mal in Folge die OPTEG GmbH aus Leipzig. Mit dem PlasmaJet 300, einer plasma-chemischen Anlage für die nanometergenaue Endbearbeitung von Hochleistungsoptiken, konnte sich das Unternehmen gegen neun weitere Firmen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin durchsetzen. Ausschlaggebend für den Sieg waren laut Jury die hohe Fehlervermeidung im Vergleich zu mechanischen Lösungen sowie die Einsparung großer Mengen an Edelstahl.

    Freuen kann sich auch die MAP Werkzeugmaschinenbau GmbH aus Magdeburg. Mit ihrem Bearbeitungszentrum der Baureihe LPZ 500-900 konnte sie in der Kategorie Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern den Sieg erringen. Das Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungszentrum kommt vor allem für die spanende Bearbeitung komplex geformter Bauteile aus Leichtmetallen, wie zum Beispiel Getriebegehäusen, zum Einsatz. Ausschlaggebend für den Erfolg ist die hohe Produktivität der Maschine, welche aus stark verkürzten Nebenzeiten resultiert. Insgesamt 15 Unternehmen aus Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hatten sich mit ihren Innovationen beworben.

    Der intec-Preis für Nachwuchsförderung geht in diesem Jahr an das Racetech Racing Team der TU Bergakademie Freiberg e.V. Die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung eines fahrfähigen Prototypen für den studentischen Motorsport überzeugte die Jury auf ganzer Linie. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Studenten neben dem konsequenten Fokus auf moderne Leichtbauweise sowie Ergonomie ebenso viel Aufmerksamkeit auf den wirtschaftlichen Aspekt der Automobilproduktion legen.

    Überblick der Sieger

    Kategorie Unternehmen bis 50 Mitarbeiter

    1. Platz: OPTEG GmbH, Leipzig

    2. Platz: ULT AG, Löbau

    3. Platz: ibes Systemhaus GmbH, Chemnitz

    Kategorie Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern

    1. Platz: MAP Werkzeugmaschinenbau GmbH, Magdeburg

    2. Platz: E. Zoller GmbH und Co. KG, Pleidelsheim

    3. Platz: Helmut Diebold GmbH und Co, Jungingen

    intec-Preis zur Nachwuchsförderung

    1. Platz: Racetech Racing Team der TU Bergakademie Freiberg e.V., Freiberg

    2. Platz: Christoph Molitor; Dr. Staiger, Mohilo GmbH / Kistler Group, Lorch

    3. Platz: Joachim Lippmann; DELTA BARTH Systemhaus GmbH, Limbach-Oberfrohna

    Begründungen der Jury

    Kategorie Unternehmen bis 50 Mitarbeiter

    OPTEG GmbH, Leipzig

    Plasmajet - Anlage zur plasma-chemischen nanometergenauen Endbearbeitung von Hochleistungsoptiken

    Der intec-Preis für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern geht in diesem Jahr - wie schon 2008 - an die OPTEG GmbH aus Leipzig. Die neue PlasmaJet 300, eine Anlage für die nanometergenaue Endbearbeitung von Hochleistungsoptiken, wird zum Beispiel bei Stepper- und Inspektionsobjektiven, Siliziumcarbid-Satellitenspiegeln und Optiken für Synchrotronanwendungen angewandt.

    Das mit der PlasmaJet 300 realisierbare PACE-Verfahren (Plasma Assisted Chemical Etching) vermeidet die bei der sonst üblichen mechanischen Bearbeitung auftretenden Fehler und erreicht besonders hohe Abtragsraten. Die PlasmaJet 300 ist die weltweit erste PACE-Anlage, in der ausschließlich Linearantriebe zum Einsatz kommen und somit extrem hohe Beschleunigungen erlauben. Die Anlage ist komplett computergesteuert und kann in rauem Produktionsklima stehen. Nicht zuletzt werden durch den Wegfall des Vakuumprozesses große Mengen an Edelstahl eingespart.

    Von der Entwicklung bis zur Auslieferung der ersten PlasmaJet 300 vergingen gerade einmal zehn Monate. Zu einem beachtlichen Teil ist diese Erfolgsgeschichte auch der engen Zusammenarbeit der OPTEG GmbH mit dem Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung Leipzig zu verdanken, mit dem auch in Zukunft eine weitere enge Kooperation angestrebt wird.

    ULT AG, Löbau

    ULT 300 Modulsystem - modulare Absaug- und Filtergeräte für industrielle Anwendungen

    Den zweiten Platz belegt 2009 die ULT AG, ein auf die Entwicklung und Herstellung von Absaugsystemen und Luftfilteranlagen für Industrie, Handwerk und Forschung spezialisiertes Unternehmen aus Löbau. Mit der neuen Baureihe ULT 300 ist es erstmals gelungen, ein aus Absaug- und Filtereinrichtungen modular aufgebautes und so für den Kunden individuell und preiswert abgestimmtes System anbieten zu können.

    ibes Systemhaus GmbH, Chemnitz

    GOTS SERCAM - Objektverfolgung und Flottenmanagement mit integriertem Schutz vor Manipulation und Diebstahl

    Mit dem mobilen Trackingsystem GOTS SERCAM gewinnt die IBES Systemhaus GmbH aus Chemnitz in diesem Jahr den 3. Platz. Hierbei handelt es sich um ein System, mit dem sowohl via GPS Trackinginformationen von Fahrzeugen oder Objekten live erfasst, übermittelt und aufgezeichnet werden können, als auch die Objekte gegen Manipulation und Diebstahl geschützt werden.

    Kategorie Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern

    MAP Werkzeugmaschinenbau GmbH, Magdeburg

    Flexibles direkt angetriebenes 5-Achs-Simultan-Hoch-geschwindigkeits-Bearbeitungszentrum der LPZ-Baureihe (LPZ 500 - 900)

    Das Unternehmen erhält den Preis für das neu entwickelte "Lineare Pick-Up-Zentrum LPZ 500-900". Bei dieser Maschine handelt es sich um ein Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungszentrum, das vor allem für die spanende Bearbeitung komplex geformter Bauteile aus Leichtmetallen wie zum Beispiel Getriebegehäusen, Schaltsaugrohren oder Ölwannen zum Einsatz kommt.

    Zielstellung bei der Konstruktion war es, schneller, genauer und weniger störanfällig zu sein als die Konkurrenz. Dieses Ziel wurde mit der LPZ-Baureihe in vollem Umfang erreicht. Die Produktivität dieser Maschinen ist dank hoher Achsgeschwindigkeiten, hoher Beschleunigungswerte (bis 2 g) und daraus resultierend geringer Nebenzeiten sehr hoch. Erreicht wird dieses Ergebnis durch den Einsatz so genannter Direktantriebe in allen fünf Achsen.

    E. Zoller GmbH und Co. KG, Pleidelsheim

    Einstell- und Messgeräte mit der Zoller Technologie "elephant"

    Den zweiten Platz belegt das Unternehmen E. Zoller GmbH und Co. KG aus Pleidelsheim. Die Auszeichnung erfolgt für die neu entwickelte Software "elephant". Die Innovation wird hierbei insbesondere darin gesehen, dass die bisher übliche aufwendige Programmierung der Werkzeugdaten dadurch entfällt, dass mit der entwickelten Software die Werkzeugdaten vollautomatisch gesucht, vermessen und ermittelt werden. Der technologische Effekt liegt in einer höheren Genauigkeit sowie einer geringeren Fehlerquote. Zudem wird kein speziell ausgebildetes Personal benötigt. Eine zunächst unmöglich erscheinende Lösungsmöglichkeit wurde mit Kreativität und einer hohen unternehmerischen Leistung erfolgreich zum Ziel geführt.

    Helut Diebold GmbH und Co, Jungingen

    Mediumverteiler DCM (Diebold Coolant Module)

    Anerkennung für den dritten Platz erhält die Helmut Diebold GmbH und Co aus Jungingen. Die Auszeichnung erhält das Unternehmen für die Entwicklung eines Mediumverteilers. Mit dieser Weltneuheit wird über 16 winzige Düsen ein Kühlmittel-Luftgemisch direkt an die Spitze des Fräsers geführt, wodurch unmittelbar nach dem Entstehen die Späne von der Wirkstelle entfernt werden. Damit garantiert der Mediumverteiler eine höchst präzise Fertigung bei optimaler Kühlung und Standzeit des Fräsers.

    intec-Preis zur Nachwuchsförderung

    Racetech Racing Team der TU Bergakademie Freiberg e.V., Freiberg

    Entwicklung, Konstruktion und Fertigung fahrfähiger Prototypen für den studentischen Motorsport

    Der Vorschlag überzeugte die Jury durch einen beispielhaften Teamansatz zu Entwicklung, Fertigung und Test von Formula Student Rennwagen. Waren es 2005 im Jahr der Gründung des Vereins noch acht Studenten, so verfolgen heute bereits 52 Studenten aus unterschiedlichsten fachlichen Disziplinen das Ziel, den besten Wagen ins Rennen auf den Hockenheimkurs zu schicken.

    Um zu gewinnen, setzen sie sich neben ihrem Studium mit allen Fragen des Einsatzes modernster, auf den Leichtbau ausgerichteter Konstruktionswerkstoffe und deren Bearbeitungsverfahren zur Herstellung eines Rennwagens auseinander. Den Bauteileigenschaften sowie der Ästhetik und Ergonomie des Gesamtprodukts widmen sie dabei ebenso viel Aufmerksamkeit wie den wirtschaftlichen Aspekten der Automobilproduktion. Hervorzuheben ist auch das gelebte Maß an Selbstorganisation und Engagement der Mitwirkenden. Die Jury folgt der von den Bewerbern vorgetragenen Einschätzung, dass am Ende nicht der Rennwagen selbst, sondern die an dessen Auslegung beteiligten Studenten das qualifizierteste Ergebnis des Teams sind und applaudiert damit den Gewinnern.

    Christoph Molitor,

    Dr. Staiger, Mohilo GmbH / Kistler Group, Lorch

    NC-Fügemodul für kleine Kräfte NCFT

    In der Kistler Gruppe als Kompetenzzentrum für Dehnmessstreifen-Messtechnik (DMS) ausgebaut, steht Staiger Mohilo als ausgewiesener Hersteller von Sensorik und Messgeräten für die Qualitätsüberwachung von Fügevorgängen. Schon seit einigen Jahren bietet man ein Systempaket an, das nicht nur die Messtechnik, sondern auch die Aktorik für den Fügevorgang enthält.

    Im Rahmen des eingereichten Projektvorschlags wurde ein Fügemodul entwickelt, mit dem auch kleinste Teile wie filigrane Zahnräder in Miniaturgetrieben bearbeitet werden können. Die Jury erkennt sowohl die Lösung der technischen Herausforderungen zum Erreichen höchster Wiederholgenauigkeiten und Verfahrgeschwindigkeiten an, wie auch den erkennbaren wirtschaftlichen Nutzen für den Hersteller und dessen Kunden.

    Hervorzuheben ist an dieser Stelle das persönliche Engagement des Bewerbers. Hier wurde mit viel Eigeninitiative bei vorgegebener Aufgabenstellung im Verlauf der Problembearbeitung technisches Neuland betreten und in praktikable und wirtschaftliche Lösungen überführt.

    Joachim Lippmann,

    DELTA BARTH Systemhaus GmbH, Limbach-Oberfrohna

    DELECO® Add-On für SolidWorks

    Honoriert wird die Entwicklung einer Lösung, die es ermöglicht, Stücklisten effektiv und einfach aus dem industriell weit verbreiteten Konstruktionsprogramm SolidWorks zu exportieren. Das entwickelte Add-On erlaubt darüber hinaus die automatisierte Verknüpfung der Konstruktionsdaten mit den unternehmensinternen Daten nachgelagerter Bereiche wie der Warenwirtschaft. Der wirtschaftliche Nutzen dieses neuen Produkts für das anbietende Unternehmen wie auch für den Anwender des Add-Ons wird von der Jury als hoch, das persönliche Engagement des Entwicklers als vorbildlich eingeschätzt.


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