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    Nachricht vom 02.03.11 | intec

    Zur Weltspitze gebohrt. Von Krise keine Spur: UNION Werkzeugmaschinenbau verzeichnet satte Gewinne

    Bohren und Fräsen in Sachsen ist seit fast 160 Jahren das Geschäft der Union Werkzeugmaschinenbau GmbH Chemnitz. Der älteste, noch existierende Werkzeugmaschinenhersteller Europas ist weiter auf Wachstumskurs. Die Auftragsbücher sind voll. 2010 lag die Exportquote bei 75 Prozent.

    Die UNION Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz hat wieder Mal einen guten Grund zum Jubeln. Mit mehr als 13 Millionen Euro Auftragseingang im November und Dezember des vergangenen Jahres hat das Unternehmen das Geschäftsjahr 2011 frühzeitig abgesichert. „Unsere Gesamtkapazität für 2011 ist damit bereits heute zu rund 70 Prozent ausgebucht und das vorherzusehende Geschäftsergebnis daher auf jeden Fall ein Positives“ freut sich Geschäftsführer Gerhard Glanz. „Die derzeitige Jahreskapazität liegt bei rund 35 Millionen Euro.“

    Glanz ist der Chef von 175 Mitarbeitern. Was sie produzieren, hat im In- und Ausland einen Ruf zu verlieren. Modernste Bohrwerke und Fräsmaschinen mit dem Namen UNION laufen in Werkhallen rund um den Globus. Die Aufträge für deutsche Wertarbeit kamen im vergangenen Jahr vorwiegend aus Russland, Deutschland, USA, China und Osteuropa. Aber auch in Südamerika und im nahen Osten wurde gepunktet. Die relativ schwache Nachfrage aus dem Heimmarkt Deutschland konnte durch die internationalen Erfolge gut kompensiert werden. Im abgelaufenen Jahr kamen erstmals rund 75 Prozent aller Aufträge aus den Exportmärkten. In der Vergangenheit lag die Exportquote stets nur bei 30 bis 40 Prozent.

    Mit seinem Portfolio zählt das Unternehmen zu den Mitgliedern einer der am schwersten von der Wirtschaftskrise betroffenen Branchen Deutschlands – den Herstellern von Werkzeugmaschinen. Große finanzielle Schwierigkeiten durch extreme Einbrüche beim Auftragseingang bis hin zu Insolvenzen schüttelten die Branche 2010 heftig durch.

    Mit einem, in der Finanz-Fachsprache als „Double Digit EBIT“ bezeichneten Betriebsergebnis von über 10 Prozent im vergangenem Jahr zählt UNION damit weltweit zu den ganz großen Ausnahmen.

    Das Unternehmen führt seine gute Auftragslage, trotz nach wie vor anhaltender Krise im Großmaschinenbereich der Werkzeugmaschinenbranche, in erster Linie auf die stark gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte zurück. „Haben wir bis vor zwei Jahren nur etwa 15 Prozent aller entschiedenen Aufträge für uns gewinnen können, so liegt diese Trefferquote heute bei etwa 60 Prozent. Wir gewinnen also dort, wo wir im Angebot mit dabei sind, cirka vier Mal so oft gegen den Mitbewerb wie früher – und das, obwohl um jede einzelne Maschine weltweit hart gekämpft wird“, sagt Marketingleiter Andre Rehn über die erfreuliche Statistik.

    Der Maschinen- und Anlagenbau hat in Sachsen eine lange Tradition. 1703 gründete Johann Esche in Limbach die erste deutsche Fabrik für Maschinen der Strumpfindustrie. Die Nähwirktechnik ist eine sächsische Erfindung. 1835 wurde in Chemnitz, dem „sächsischen Manchester“, die erste Dampfmaschine gebaut. In der Stadt, die zu DDR-Zeiten Karl-Marx-Stadt hieß, sind auch heute noch führende Maschinenbauer zu Hause, darunter viele mittelständische Betriebe wie die UNION.

    Ulrich Geissler, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderung (CWE), spricht von einer „erfreulichen Entwicklung im Chemnitzer Maschinenbau. Bei den Auftragseingängen ist 2010 ein Zuwachs von 78,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.“ Dabei steht Sachsen in der regionalen Verteilung nur an fünfter Stelle unter den deutschen Bundesländern, hinter Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen. Doch beim Vergleich der beiden Standorte entdeckt Geissler durchaus Gemeinsamkeiten: „Hier wie da gibt es eine ausgeprägte mittelständische Struktur“, sagt er. „Der Investitionsgrat und die Identifikation mit dem Unternehmen durch die Belegschaft sind sehr hoch. Wenn Preis und Qualität stimmen, achten die Unternehmen darauf, dass das Geld in der Region bleibt.“ Was die Sachsen betrifft, hätten viele in den vergangen Jahren ihre technologische Entwicklung vorangetrieben, „davon profitieren sie jetzt.“ In seiner Datenbank stehen allein 189 sächsische Maschinenbaufirmen.

    Marketingchef Rehn ist im Hause UNION nicht alleine wenn er nach erfolgreich absolvierter Krisenstrategie nun fest an die erfolgreiche Umsetzung der ausgearbeiteten Wachstumsstrategie glaubt. „Wir sind überzeugt, dass wir unseren Anteil am Weltmarkt weiter deutlich steigern werden und unser Team bis 2013 um rund 100 Mitarbeiter wachsen wird. Aber: bei uns ist nur Platz für die Besten.“

    Hintergrund UNION Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz

    UNION Werkzeugmaschinen gilt als der älteste, noch existierende Werkzeugmaschinenhersteller Europas. Das 1852 gegründete Unternehmen überstand zahlreiche Wirtschaftskrisen und zwei Weltkriege. Zuletzt wurde die Firma 1996 von den Mitarbeitern gerettet nachdem es in die Insolvenz der Bremer Vulkan mitgerissen wurde. 101 Mitarbeiter hatten damals je 10.000,- DM aufgetrieben und damit eine ausschließlich von den Mitarbeitern gehaltene GmbH gegründet und so das Unternehmen fortgeführt. Im November 2009 haben die heutigen Eigentümer, die holländische Nimbus-Gruppe (80 Prozent) und der Geschäftsführer Gerhard Glanz (20 Prozent), den Mitarbeitern Ihre Anteile um je 15.000,- Euro, also etwa das Dreifache, abgekauft. Der damalige besondere Einsatz hat sich somit auch finanziell gelohnt.

    www.union-machines.com

    UNION Werkzeugmaschinenbau GmbH auf der intec: Halle 1 Stand D42/E43


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecher
    Frau Maren Lesche
    Telefon: +49 341 678 65 14
    Fax: +49 341 678 65 02
    E-Mail: m.lesche@leipziger-messe.de


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